Draußenschule

„Draußenschule“ ist ein outdoor-pädagogisches Konzept.

Alle Fächer lassen sich fächerübergreifend und -verbindend draußen unterrichten. Die behandelten Themen leiten sich aus den Lehrplänen ab und knüpfen an den Unterricht im Klassensaal an. Draußentage werden anschließend nachbereitet. Beispielsweise können die Lernenden die gemachten Erfahrungen und das Erlernte in einem „Draußentagebuch“ festhalten. Es ergibt sich dadurch automatisch ein kreativer Schreibanlass, der zur Reflexion veranlasst.

Bildung benötigt Wissen und Erfahrung. Draußen warten unzählige, verschiedenste Erfahrungen auf die Kinder. Neben Naturräumen können aber auch Kulturräume aufgesucht werden. Draußen werden bewegungsbezogene und leib-sinnliche Zugänge mehr angesprochen als im Klassenraum und nachhaltiges Lernen wird initiiert. Der Lernstoff bleibt besser/ länger in Erinnerung und steht im direkten Bezug zur Umwelt.

Eine gewisse Regelmäßigkeit der „Draußentage“ muss gegeben sein.

Durch das Unterrichten draußen ergeben sich neue Chancen für die Lernenden:

  • „Natur fördert das Wohlbefinden, das Selbstwertgefühl, das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen bei Kindern.“ ( Zitat SDW: Wald und Klima S. 11)
  • „Natur fördert Selbstkompetenzen wie Motivation, Selbstdisziplin, Kreativität, Selbstständigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Durch die Stärkung dieser Selbstkompetenzen werden Lernprozesse stimuliert, sodass bessere Lernerfolge zu beobachten sind.“
  • „Natur fördert Sozialverhalten, Kooperationsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.“ ( Zitat SDW: Wald und Klima S. 12)
  • Spiele in der Natur sind vielfältiger, intensiver und kreativer.
  • „Kinder, die sich viel in der Natur aufhalten, sind weniger krank, bewegen sich mehr und haben weniger Übergewicht. Zudem sind ihre motorischen Fähigkeiten besser ausgebildet.“ ( Zitat SDW: Wald und Klima S. 13)
  • Neue Erfahrungswelten und Kontexte bieten neue Dialoge und neue Erfahrungen, sodass sich auch die Lehrer-Schülerbeziehung verbessert/ intensiviert.
  • „Ziel ist es, bis 2030 sicherzustellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen.“ (Quelle: Vereinte Nationen, 2015, S.18/38)

SDW = Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

https://www.sdw.de/fuer-den-wald/waldpaedagogik/